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Solidarität, Schwester!

Sich gegenseitig stärken, sich unterstützen, Erfahrungen und Informationen rund um Berufs- und Arbeitsmarktthemen austauschen, um so voneinander zu lernen. Für all das will der Verein Sorority analoge und digitale Räume schaffen. Im Interview erzählt Elena Starmühler vom Sorority-Board mehr über die unabhängige Plattform zur branchenübergreifenden Vernetzung und Karriereförderung von Frauen und als Frauen gelesenen Personen.

Warum sind Frauen*netzwerke so wichtig?

In einer Gesellschaft mit durchaus männerdominierten, patriarchalen Strukturen ist es essentiell, dass es Orte und Plattformen gibt, die eine Vernetzung unter Frauen* ermöglichen. Unser Ziel ist es, das besonders im Arbeitskontext zu fördern und somit dafür zu sorgen, dass Frauen* durch gegenseitigen Support empowern.

Wie laufen die Sorority-Monatsversammlungen ab?

Jede Monatsversammlung startet, nach einem kurzen Intro durch ein Vorstandsmitglied, mit einer Vorstellungsrunde. Jede anwesende Person sagt dabei kurz wer sie ist, was sie beschäftigt und gegebenenfalls wonach sie sucht. Danach gibt es ein Impuls-Panel zu einem vorab definierten Thema. Das Panel wird zwar vom Vorstand geleitet, aber den Impuls im Gespräch gibt immer eine Expertin*. Danach gibt es Raum für Fragen aus dem Publikum. Nach dem Panel gibt es die Möglichkeit für Vernetzung und Plaudern.

Außerdem bieten wir branchenübergreifende Workshops und Trainings an – und zwar sehr kostengünstig, weil uns Zugänglichkeit wichtig ist. Die Kurse reichen unter anderem von Social-Media-Marketing über Stimm- und Sprechtraining, Argumentationstraining gegen Stammtischparolen bis hin zum Workshop rund um besser Gehalt verhandeln und Lebenslauf-Einzelberatungen, den sogenannten „CV-Checks“.

Welche Aha-Momente erleben Frauen* bei Ihren Veranstaltungen?

Der Aha-Moment ist immer wieder: Wir sind viele.

Wie können sich Frauen gegenseitig Mut machen und sich gegenseitig bestärken?

Reden hilft immer. Desto mehr wir uns austauschen, desto mehr erfahren wir über die Herausforderungen anderer Menschen und können uns gegenseitig unterstützen. Abgesehen davon sollten wir uns und alle (beruflichen) Erfolge wesentlich mehr feiern und darüber sprechen. Das kann auch eine super starke Wirkung haben!

Auf welche Geschichten, die die Sorority bewirkt hat, sind Sie besonders stolz?

Da gibt es viele Momente. Wir haben vor bald zwei Jahren ein Buch herausgegeben: No more bullshit ist eine Gebrauchsanleitung dazu, sexistische Stammtischweisheiten zu entlarven und zu entkräften, die wir alle nur zu gut kennen – zum Beispiel „Wir haben keine Frau* für das Podium gefunden.“, „Ich bin für Humanismus, nicht Feminismus!“ oder „Sei nicht so sensibel!“. Besonders am Herzen liegen uns auch das Buch und der Themenschwerpunkt Who cares?. Dabei beleuchten wir das Thema Care-Arbeit von vielen Blickwinkeln und in Form von Interviews und Events. Insgesamt sind wir aber einfach stolz darauf, dass wir schon so viele Menschen zusammenbringen konnten und sich daraus oft nachhaltige Beziehungen ergeben.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft von Sorority?

Wir wünschen uns noch mehr Menschen zu erreichen, Frauen* zusammenzubringen und gemeinsam dafür zu sorgen, das Patriarchat aufzubrechen. Solidarity, sisters!

 

Sie sind neugierig und möchten auf einer Veranstaltung mehr erfahren? Hier die nächsten Veranstaltungen:

  1. 21. März 2022: Speedcoaching für Ihr Arbeitsleben
  2. 25. März 2022: CV-Check
  3. 29. März 2022: Salon Soroity X Cho Nam-Joo, feministischer Buchklub
  4. 30. März 2022: Monatsversammlung

Foto: Sorority

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