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6 Schlüssel zu positiver Kommunikation

Eine bessere Kommunikation kann Sie dabei unterstützen, Ihre Ziele zu erreichen und Ihre Beziehungen zu vertiefen. Basierend auf der Forschung von dem Experten für Positive Kommunikation Julien Mirivel stellen wir Ihnen in diesem Beitrag sechs konkrete Verhaltensweisen vor, die Sie einfach in Ihren Alltag integrieren können, um Ihre Kommunikation zu verbessern. Diese Tipps können Ihnen sowohl bei im Arbeits- als auch im Privatleben dabei helfen, die Menschen um Sie herum zu inspirieren und positiv zu beeinflussen. Sie können Sie darin bestärken, zu wachsen und sich zu verändern, wodurch Sie Ihre Beziehungen vertiefen und eine bessere soziale Welt um sich herum schaffen können.

  1. Grüßen Sie, um Kontakt herzustellen

Vielen Menschen verstehen Kommunikation als Übertragung: Sie haben eine Idee, die sie zu mitteilen möchten, und sobald diese Botschaft übermittelt wurde, ist das Ziel der Kommunikation erreicht. Aber Kommunikation ist so viel mehr – es ist auch Kreation. Durch Kommunikation werden Erfahrungen geschaffen und Beziehungen aufgebaut.
Der Anfang einer solchen Beziehung ist oft das Grüßen. Dieser kurze Moment der Kontaktaufnahme ist eigentlich ein recht einfacher. Dennoch kann das Fehlen dieser kleinen Geste schnell das Gegenüber vor den Kopf stoßen. Es macht nun mal einen Unterschied, wenn der Arzt seine Patientin zu Beginn der Konsultation grüßt. Oder die Professorin ihre Studentinnen und Studenten. Genauso betrifft das auch den Beziehungsaufbau in Unternehmen: Der Gruß ist der Anfang einer kleinen, aber wichtigen Unterhaltung, bei welcher die Arbeitgeberin und der Arbeitgeber in Erfahrung bringen können, wie es der Belegschaft geht, und wie sie das Arbeitsumfeld zu deren besseren Wohlergehen gestalten können.
Ein Forschungsprojekt aus Neuseeland analysierte über 500 E-Mails von zwei Unternehmen und belegte damit den kleinen, aber feinen Unterschied: In dem Unternehmen, wo die Stimmung weniger gut war, wurden E-Mails wie „Das Meeting ist um 15:00 Uhr“ geschrieben. In jenem, wo der Umgang untereinander besser war, waren auch die Nachrichten persönlicher – „Hallo allerseits, ich hoffe, dass es euch allen gut geht. Ich freue mich darauf, euch bei unserem Meeting am Freitag um 15:00 Uhr zu sehen. Habt eine tolle Woche!“ Die Kernbotschaft ist zwar dieselbe, doch letztere Art und Weise miteinander zu kommunizieren fördert auch den Beziehungsaufbau und somit den Zusammenhalt.
Als alltägliche Übung am Arbeitsplatz versuchen Sie den Kontakt mit drei Personen zu initiieren, die Sie bisher noch nicht so gut kennen. Hierarchie spielt dabei keine Rolle. Grüßen Sie sie. Frage Sie sie, wie es ihnen geht. Machen Sie sich einen Zoom Call oder ein Lunch Date aus, um sie etwas näher kennenzulernen.

  1. Fragen Sie nach, um Unbekanntes zu entdecken

Wenn wir Fragen stellen, gehen wir auf eine Suche. Wir begeben uns in eine Position, in der wir mehr entdecken und lernen können. Dabei geht es letztendlich viel um Bescheidenheit und Neugier.
Hilfreich ist es hier anstatt geschlossener Fragen offene zu stellen. Geschlossene Fragen wie zum Beispiel „Gefällt dir blau oder gelb besser?“ neigen dazu, unsere Kommunikation einzuschränken und zu kontrollieren. Offene Fragen hingegen geben dem Gegenüber die Freiheit selbst zu entscheiden, was sie teilen möchten oder nicht. Beispiele für offene Fragen sind „Erzähl‘ mir von deinen Lieblingserfahrungen in deinem Leben“ oder „Welche Unterhaltungen haben dich nachhaltig beeinflusst?“
Wenn wir uns in einem Meeting zusammenfinden und gemeinsam das Jahr Revue passieren wollen, dann gilt es hier also Fragen wie „Hatten Sie ein gutes Jahr?“ zu vermeiden – denn diese Fragen sind schnell mit „ja“ oder „nein“ abgehandelt. Ergiebiger ist es, als Arbeitgeber und Teamleiter zu fragen „Was können wir machen, damit Sie Ihr volles Potential ausschöpfen können?“ oder „Wie können wir Sie kommendes Jahr unterstützen damit Sie wachsen können?“

  1. Stärken Sie das Selbstbewusstsein anderer mit Komplimenten

Die wichtigste Einsicht in Sachen Kommunikation ist, dass das, was wir sagen und machen, Auswirkungen auf andere Menschen hat. Es beeinflusst andere, wie sie in dem Moment und in Zukunft sein werden.
Komplimente zu machen ist eine Möglichkeit unter vielen, wie wir Menschen, mit denen wir interagieren, bestärken können. Mirivels Forschung zeigt, dass die Komplimente, die rückblickend besonders geschätzt werden und den größten positiven Einfluss hatten, wenn sie von Personen kamen, zu denen wir in der einen oder anderen Form aufsehen. Das können die Eltern, Lehrer aber eben auch Vorgesetze sein.
Um das im Arbeitsalltag umzusetzen, denken Sie an drei Personen, die Sie besonders wertschätzen, und machen Sie ihnen ein Kompliment über ihre jeweiligen Stärken. Bei positiver Kommunikation geht es darum, bewusst zu kommunizieren. Als Führungskraft, als Teammitglied, als Partnerin und als Partner, als Freundin und als Freund – in jeder Rolle können wir uns dazu entscheiden, mit unseren Worten etwas Gutes zu tun.

  1. Teilen Sie sich mit, um Beziehungen zu vertiefen

Eine weitere wichtige Erkenntnis über zwischenmenschliche Kommunikation ist, dass die Verbundenheit und Nähe, die wir mit anderen spüren nicht etwas ist, das einfach ist und an dem wir uns festhalten können, sondern etwas, das wir mit unserem eigenen Beitrag immer wieder schaffen. Entstehen lassen können wir diese Gefühle dadurch, dass wir uns selbst mitteilen. Wie wir denken. Wie wir fühlen. Und wer wir sind. Und das auf eine authentische und integere Weise. Je mehr ihre erzählte Erfahrung grundliegende Fragestellungen des Menschseins widerspiegeln, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie mit ihrem Gegenüber in Resonanz treten.
In der Unternehmenskommunikation bedeutet das offen und ehrlich mit allen Stakeholdern umzugehen. Den Kolleginnen und den Kollegen, zu sagen, dass man gerade an sie denkt und dankbar für ihre Unterstützung oder eine bestimmte Geste ist. Manchmal bedeutet das auch zu sagen, dass man etwas nicht weiß oder einen Fehler gemacht hat.

  1. Ermutigen sie andere, um sie zu unterstützen

Andere Menschen zu bestärken, kann gewöhnliche Momente zu außergewöhnlichen machen. Mirivel illustriert diesen Tipp mit einem Schwank aus seinem Leben. Als Professor hatte er die Angewohnheit seine Studenten mit den Satz „Hey, warum reitest du die Welle nicht ein wenig?“ aufzumuntern. Nach einem sehr intensiven und arbeitsamen Jahr kam er eines Tages in sein Büro und öffnete seinen E-Mailpostkasten. Dort fand er eine Nachricht seiner Frau, in sie sein Gesicht auf ein Bild von einem Surfer montiert hat. Der Betreff: „Reite die Welle“. Noch Jahre später erinnert er sich an diesem Moment und fühlt sich bis heute dadurch bestärkt.

  1. Hören Sie zu, um Differenzen zu überbrücken

Zu lernen, gut zuzuhören kann uns dabei helfen, offen gegenüber den Perspektiven und Standpunkten anderer zu bleiben. Zentral dabei ist, über Menschen und ihre Handlungen nicht zu urteilen. Der US-amerikanischer Psychologe und Entwickler der personenzentrierten Psychotherapie Carl Rogers nennt diese Haltung eine der bedingungslosen positiven Wertschätzung. Es ist ein warmer, wohlwollender und unvoreingenommener Blick aufs Gegenüber. Eine weitere wichtige Eigenschaft, die es zu üben gilt, ist Empathie – die Fähigkeit, die Perspektiven anderer Menschen zu betrachten, nicht um zu sehen, ob sie richtig oder falsch liegen, sondern um ihren Standpunkt zu verstehen.
Letztendlich geht es darum zu lernen, jemandem seine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn Sie sich mit Ihrem Körper Ihrem Gegenüber zuwenden und sich in dessen Richtung leicht beugen, beginnt der Prozess des tieferen Zuhörens. Falls Sie an einem Punkt einer schwierigen Konversation wirklich frustriert sein sollten, nehmen Sie Ihre Hand, legen Sie sie unter den Tisch und öffnen Sie sie leicht – eine physische Geste der Offenheit. Zuhören kann unangenehm sein, aber es gibt viel zu lernen, wenn wir alles, was in uns vorgeht, beruhigen und unsere Aufmerksamkeit anderen Menschen zuwenden.

 

Probieren Sie am besten gleich heute diese Übungen aus. Sie werden damit einen positiven Schneeballeffekt auslösen. Denn mit diesen Übungen fangen Sie damit an, das Drehbuch für Ihre Interaktionen zu ändern, was sich positiv auf die Beziehungen auswirkt, die Ihnen wichtig sind, die Gruppen, in denen Sie arbeiten, und die Gemeinschaften, denen Sie angehören. Und wenn wir dies gemeinsam tun, werden wir gemeinsam eine bessere Gesellschaft für uns und unsere Kinder schaffen.

 

Quelle: Greater Good Science Center

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