•   Der LifestyleBlog von Gesiba   •

Die Zukunft der Stadt
Wie werden wir arbeiten – und welche Arbeit wird es geben?

Eine Stadt ist nicht nur die Summe aus Menschen, Gebäuden, Verkehrs- und Warenströmen. Speziell eine Großstadt kann man auch als einen Organismus verstehen, der eine Geschichte hat, der lebt, der eine Zukunft hat. Und weil sich die Heraus-forderungen einer Stadt ändern, sich sogar sehr schnell ändern können, muss ihre Zukunft prognostiziert und gestaltet werden. Werfen wir einen Blick in die möglichen Lebenswelten der Stadt von morgen! Wie werden Menschen wohnen, leben, lernen und arbeiten? Wie werden sie sich in ihrem Umfeld bewegen und was in ihrer Freizeit machen?

In den Zeiten der ersten industriellen Revolution sind Menschen in ganzen Scharen vom Land in die Stadt gezogen, um Arbeit zu finden. Der lärmende Verkehr, die rauchenden Industrieschlote und die stampfenden Arbeits-Maschinen waren Zeichen des Fortschritts und des Wohlstands. Man ging aber nicht nur in die Stadt, um zu arbeiten – sondern auch, um am pulsierenden Leben in der Stadt teilzuhaben. Doch seit der Mitte des 18. Jahrhunderts bis heute hat sich in puncto Arbeit in der Stadt einiges getan. Und in Zukunft wird sich noch viel mehr ändern, glaubt man Experten.

 

Digitalisierung: Nicht weniger Jobs, sondern andere

Der Trend, der die Arbeitswelt wohl bisher am meisten verändert hat und auch weiterhin stark verändern wird, ist der Megatrend Digitalisierung. In diesem Zusammenhang schwirren viele Begriffe herum: Zukunft der Arbeit, Arbeitswelt 4.0, New Work, Workshifting oder Arbeit 4.0. Konkret haben sich viele Forschergruppen in der Vergangenheit die Frage gestellt, ob digitale Entwicklungen wie künstliche Intelligenz, Robotiksysteme und digitale Assistenten langfristig Arbeitsplätze vernichten oder Arbeitsplätze schaffen. Sie kommen zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen – wobei aber am ehesten davon auszugehen ist, dass mögliche Arbeitsplatzverluste durch neue, ganz andere Arbeitsfelder und Berufsbilder ersetzt werden. Und dieser Prozess wird ganz langsam vonstattengehen, also zu keinen Umstürzen oder revolutionsartigen Phänomenen führen. So geht etwa eine Studie der OECD davon aus, dass nicht – wie oft propagiert – die Hälfte aller Berufsbilder durch Computer obsolet wird – sondern nur rund 9 % nach und nach automatisiert werden. Und angeblich hat der technologische Wandel in den letzten zehn Jahren in Europa doppelt so viele Arbeitsplätze geschaffen als vernichtet – eine Entwicklung, die sich in Zukunft fortsetzen soll.

 

In Zukunft flexibel – bei Ort und Zeit

Was sich allerdings jetzt schon rasant ändert und sich in Zukunft noch stärker ändern wird, ist die Struktur von Arbeit – also wann, wo, mit wem und unter welchen Bedingungen die Arbeit verrichtet wird. Wir bemerken schon heute, dass der typische „nine to five“-Arbeitstag am fixen Arbeitsplatz von flexiblen Arbeitsformen wie Home Office oder Co-Working-Spaces abgelöst wird. Viele Firmen stellen es ihren Mitarbeitern immer öfter frei, wann und wo sie ihre Arbeit leisten. Entscheidend ist das Ergebnis und wie effizient es zustande gekommen ist. Und damit Menschen produktiv sein können, müssen sie ausgeglichen und zufrieden mit der Arbeit sein – und individuelle Arbeitsmittel nutzen können. Wie zum Beispiel sogenannte Collaboration Tools – also technische Plattformen, mit denen über Zeit und Ort hinweg mit anderen Projektpartnern zusammengearbeitet werden kann. Und dabei geht man ganz grundsätzlich davon aus, dass sich klassische Berufsbilder mehr und mehr aufweichen werden – und alternative Faktoren wie Kreativität, soziale Kompetenz und Teamfähigkeit wichtig werden. In Wien, zum Beispiel, entstehen in der Seestadt Aspern bis 2028 20.000 neue Arbeitsplätze. Viele davon werden in Business-Zentren und Co-Working Spaces sein – also in einem Mischbereich, wo nicht nur gearbeitet, sondern auch gelebt und die Freizeit verbracht wird. Dieser Vielfaltsgedanke wird schon bei der Planung berücksichtigt und soll im Ergebnis die Work-Life-Balance positiv beeinflussen. So gesehen hat auch die Stadt und ihre Planung, aber auch die Architektur großen Einfluss auf die Arbeitswelten von morgen.

 

Neue Jobs? Green Jobs!

Neben der Digitalisierung ist aber auch ein ganz anderer Aspekt zukunftsweisend: die Arbeit an und mit der Natur. Green Jobs ist das Schlagwort, mit dem man neu entstehende Arbeitsplätze im Bereich des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit bezeichnet.
Thematisch reichen Green Jobs von Abfall- und Abwassermanagement über erneuerbare Energien und Lärmschutz bis zu Umweltpolitik und Forstmanagement. Es zeichnet sich jetzt schon ab, dass bei Green Jobs die höchsten Zuwachsraten zu erwarten sind: Gab es 2009 rund 200.000 Green Jobs in Österreich, so ist derzeit schon jeder 20. Job ein Green Job – bis 2020 rechnet das Lebensministerium mit weiteren zusätzlichen 100.000 Arbeitsplätzen, die dem Umweltschutz zugerechnet werden können. Auch die Gemeinde Wien investiert im Rahmen ihrer Green-Economy-Bestrebungen in Jobs dieser Art, um zwei eigentlich gegensätzliche Dinge unter einen Hut zu bekommen: Wachstum und Umweltschutz

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