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Risse im Beton durch Bakterien heilen

Bauwerke errichten ist die halbe Miete, sie instand halten die andere – das zeigt auch diese geistreiche Folge von Last Week Tonight with John Oliver.

Bei Beton kommen hier neben seinen vielen Vorteilen seine geringe Zugfestigkeit und seine Anfälligkeit für spannungsbedingte Risse zu tragen. Die so über die Zeit entstehenden Schäden an Fahrbahnoberflächen, Brücken oder Gebäuden verursachen jährlich Instandhaltungskosten in Milliardenhöhe.

Abhilfe könnte hier in Zukunft die Erfindung des Mikrobiologen Hendrik Jonkers schaffen: Der niederländische Wissenschaftler hat mit seinem Team die Regenerationsfähigkeiten des menschlichen Körpers nachgeahmt und einen „Bio-Beton“ entwickelt. Der Clou daran: Die neuartige Betonmischung enthält kalkproduzierende Bakterien.

Ein Beton, der sich selbst heilen kann – wie funktioniert das? Die für den Menschen unschädlichen Bakteriengattungen Bacillus pseudofirmus und B. cohnii werden in wenige Millimeter große Tonpellets eingekapselt und können so theoretisch bis zu 200 Jahre „schlafend“ im Beton verharren. Aktiv werden sie erst dann, wenn Wasser durch Risse in die Betonkonstruktion eindringt. Ist das der Fall, nehmen die Bakterien die Nährstoffe auf und beginnen Kalkstein zu produzieren, welcher wiederum die Risse verschließt. So könnten Dank dieser Bakterien-Beton-Mischung teure und komplizierte manuelle Reparaturen von Betonbauten künftig überflüssig werden.

Das Forscherteam der Technischen Universität Delft bietet zusätzlich auch Lösungen für bereits bestehende Betonbauten: Mit solchen Bakterien versetzter Mörtel und eine ebenso behandelte flüssige Lösung können nachträglich auf beschädigte Bauteile aufgetragen und diese somit kostengünstig saniert werden.

Foto: Europäisches Patentamt

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