•   Der LifestyleBlog von Gesiba   •

 

Wenn man versucht, die Begriffe Holz und Kleidung sinnvoll unter ein Vorstellungsdach zu bringen, fühlt sich das irgendwie ungemütlich an. Wer jetzt an Schindelhemden oder Rindenhosen denkt, liegt ziemlich daneben. Denn Holzfasern sind angenehm zu tragen und seit einiger Zeit auf der Überholspur. Das liegt auch daran, dass nachhaltige und verantwortungsvolle Produktion von Textilien vielen Menschen wichtiger wird.

Denn es muss nicht immer Polyester sein, das die Umwelt durch Produktion und beim Waschen belastet. Und auch die Baumwolle ist in der Gewinnung nicht sonderlich ressourcenschonend: Zu den Pestiziden, die auf den Plantagen verwendet werden, kommen auch sehr große Wassermengen dazu. Baumwolle ist nämlich eine durstige Pflanze.

 

Innovation aus Österreich

Da ist das Holz wesentlich bescheidener. Es wird von der Natur gegossen und braucht auch keinerlei Behandlung mit chemischen Substanzen. Die Lenzing AG aus Österreich ist weltweit eines der innovativsten und produktivsten Unternehmen im Bereich Regeneratfasern aus Holz. Hier wurde die Tencel-Faser entwickelt, die mittlerweile die wichtigste in diesem Segmenent ist. Dazu kommt die Veocel-Faser, die vor allem im Bereich Vliesstoffe für Hygieneprodukte verwendet wird. Mehr als 1.274 Patentanmeldungen in 49 Ländern zeigen, dass bei Lenzing viel und gerne über neue und bessere Anwendungen der Holzfasern nachgedacht wird.

 

Singapur als Design-Hub

Und auch die Modewelt nimmt immer mehr Notiz von den Möglichkeiten, die diese Fasern bieten: Lenzing hat kürzlich mit der Textil- und Mode-Vereinigung von Singapur eine Kooperation geschlossen, die Singapurs Mode-Designern einen zentralen Platz zur Entwicklung und Präsentation von Kollektionen anbietet. Tencel, die Marke für textile Spezialfasern, soll so bei den Konsumenten präsenter gemacht werden. „Unsere Kooperation mit Mode-Designern in Singapur ist ein wichtiges Element, um den Konsumenten zu zeigen, wie nachhaltig Produkte mit Fasern unserer Marke Tencel sind. Es ist ein weiterer Schritt, für grünere Einkaufs- und Produktionsweisen in der Modebranche zu sorgen“, sagt Stefan Doboczky, Vorstandsvorsitzender der Lenzing Gruppe.

 

Holzfasern gehört die Zukunft

Wie groß ist eigentlich der weltweite Anteil dieser Fasern? Zellulosefasern aus Holz machen derzeit 6 Prozent der gesamten weltweiten Faserproduktion aus. 59 Prozent entfallen auf Synthetikfasern, 33 Prozent auf Baumwolle und 2 Prozent auf Wolle. Experten gehen davon aus, dass in Zukunft die Nachfrage nach holzbasierten Textilien steigen wird. Das liegt daran, dass die Nachfrage nach Kleidung mit der Weltbevölkerung wächst. Ebenso wie der Wohlstand in bisher ärmeren Regionen. Dadurch werden die Modezyklen kürzer, und der Bedarf lässt sich nicht mehr alleine mit Baumwolle decken.

 

 

Vom Stamm zum T-Shirt

Zum Abschluss die große Frage, die Sie sich jetzt sicher schon stellen: Wie wird aus einem Baum ein T-Shirt? Das geht ganz grundsätzlich erkärt so: Zunächst werden Baumstämme zu Hackschnitzeln zerkleinert und mit einem organischen, ungiftigen Lösungsmittel zu einer honigartigen Masse verarbeitet. Dabei löst sich die Zellulose heraus. Diese Masse wird durch Spinndrüsen gepresst, wodurch feine Fasern entstehen. Die werden dann im Anschluss gereinigt und getrocknet. Aus dem watteartigen Rohmaterial wird abschließend das Garn für den Stoff gesponnen. Ausschneiden, zusammennähen und schon hat man ein Stück Wald am Körper.

 

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