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Das Tier vor der Tür

Wer in Wien Wildtiere sehen will, muss nicht unbedingt in den Zoo. Es genügt, in der Stadt die Augen aufzusperren – und dann sieht man vielleicht diese Tiere:

Eichhörnchen

Zugegeben: Dieses Tier ist nicht besonders wild, eher besonders süß – aber es ist ein waschechtes Wildtier. Das Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) zählt zur Gattung der Baumhörnchen – und wenn man eines in Wien sieht, dann handelt es sich vermutlich um das Eurasische (auch: Europäische) Eichhörnchen. Im Gegensatz zu Murmeltieren halten sie keinen Winterschlaf – sondern nur Winterruhe, aus der sie mehrmals erwachen und nach Futter suchen. Man kann sie mit Eichhörnchen-Kästen aus dem Baumarkt, die man an Bäumen anbringt, mit Nüssen, Karotten und Beeren während der kalten Jahreszeit an die nahe Umgebung binden – und dann ihr putziges Verhalten studieren.

Turmfalke

Ursprünglich wurden zur Taubenabwehr vor ein paar Jahren Turmfalken an manchen Plätzen in Wien angesiedelt. Doch diese Methode hat sich als wenig erfolgreich erwiesen. Und so ist der Falco tinnunculus zur meistverbreiteten Greifvogel-Art in Wien geworden. Rund 350 Vogelpaare nisten und vermehren sich derzeit in der Stadt. Am leichtesten erkennt man den Turmfalken an seinem schnittigen Flugstil, seiner Größe und Spannweite (ca. 75 cm) – und an den typischen rötlich-orange gefärbten Flügel-Federn. Zum Beispiel in der Nähe vom AKH, beim Stephansdom oder bei der Müllverbrennungsanlage Spittelau sind Sichtungen jederzeit möglich.

 

Ziesel

Noch bis in die 1930er Jahre hatte Wien ausladend große Ziesel-Populationen – speziell im Prater. Heute leben nur mehr rund 5.000 Tiere in den Feldern, Lüssen und Weinrieden von Favoriten, Donaustadt und Floridsdorf. Das Europäische Ziesel (Spermophilus citellus) zählt mittlerweile zu den meistbedrohten Tierarten Österreichs – und wird in Wien besonders streng geschützt. Der 2013 erlassene Zieselaktionsplan regelt den Umgang mit dem Ziesel und seinem Lebensraum. Positiver Nebeneffekt: Davon profitieren auch andere gefährdete Arten in Wiens Natur – zum Beispiel die Smaragdeidechse, die Gottesanbeterin oder die Schlingnatter.

 

Rotfuchs

Ein kleiner Hinweis für alle, die Meister Reineke noch nie in freier Wildbahn erlebt haben: Der Rotfuchs (vulpes vulpes) zeigt sich oft in den Bezirken mit Wienerwald-Anteil – aber auch aus den inneren Stadtteilen gibt es Sichtmeldungen.
Füchse sind Kulturfolger. Sie mögen zwar nicht den direkten Kontakt mit dem Menschen, schätzen aber durchaus die Nähe zu menschlichen Siedlungen. Vermutlich, weil hier immer wieder etwas abfällt, das für sie einen leicht zu ergatternden Leckerbissen darstellt. Heute ist die Fuchspopulation schon so gewachsen, dass sie – auch unter Protest von Tierschützern – seit kurzer Zeit sogar bejagt wird.

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