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Austro-Autos:
Die Geschichte der Automobil-Industrie in Österreich

Waf

Neben den großen Auto-Nationen Deutschland, Japan, USA, Frankreich und Italien könnte man Österreich als Produktionsland für Autos fast übersehen. Dabei ist die Autoindustrie in Österreich ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Heute werden hauptsächlich Autoteile für die Zulieferindustrie hergestellt – doch früher rollten im großen Stile komplette, lieferfertige Neuwägen vom Band.

Stella, Amilcar-Automobil, Wiener Automobilfabrik, Libelle, Baja, Gloria Automobil oder Seilnacht Rennwägen waren bekannte österreichische Auto-Hersteller und -Marken. Heute sind diese Namen in Vergessenheit geraten, auch weil einzelne Unternehmen in den 1950er, 1960er und 1970er Jahren nur sehr kurz am Markt vertreten waren.

 

Graz, Steyr und Aspern – die Wiege von Österreichs Autos

Zu den wirklich bekannten Automarken aus Österreich zählen Denzel, Gräf und Stift, ÖAF, Steyr, Daimler und Puch. Sie haben bei uns Industriegeschichte geschrieben. Schon ab 1899 stellte Puch in seinem Werk in Graz Fahrräder und Autos her – im oberösterreichischen Steyr war die Fabrikanten-Familie Ledwinka nach dem ersten Weltkrieg für die beginnende Autoproduktion verantwortlich. Der dort erzeugte Steyr 220 war in den 1930er Jahren ein erfolgreiches Modell – ebenso wie das sogenannte Steyr-Baby, ein aerodynamisch geformter Kleinwagen. Die Weltwirtschaftskrise führte im Jahr 1934 zur Fusion der drei größten Autohersteller des Landes: Damals entstand die bis heute unvergessene Steyr-Daimler-Puch AG. Ab 1957 wurde in Graz der legendäre Puch 500 erzeugt. Als Basis für das Auto diente die Karosserie des Fiat 500 (Cinquecento), dem hier Motor, Getriebe und Achsen eingesetzt wurden. Bis zu 60.000 Modelle fuhren zu der Zeit durch die Straßen Österreichs – und die Puch-Serien 500, 650 und 700 wurden zum meistgefahrenen Auto, weil das „Pucherl“ leicht, klein und günstig war – und sich damit auch Familien erstmals den Luxus eines fahrbaren Untersatzes leisten konnten. Bekannt wurden auch die Geländewägen Haflinger und Pinzgauer, ebenfalls in Graz erzeugt. In den 1970er Jahren gab es politische Bestrebungen, Autobetriebe und Produktions- Know-how hierzulande anzusiedeln. Das Projekt Austro-Porsche stand auf der Agenda ganz oben, wurde aber letztlich nie realisiert. Immerhin war eine Folge der damaligen Bestrebungen, dass General Motors ein großes Werk in Aspern eröffnete.

 

Weniger Autos, mehr Autoteile: die Zulieferindustrie

Noch heute profitiert Österreich von damals – und hat international einen guten Ruf als qualitätsvoller und innovativer Produktionsstandort, auch wenn es keine großen, rein österreichischen PKW-Marken mehr gibt. Speziell die Nutzfahrzeug-Herstellung und die Autozulieferindustrie sind hierzulande ab den 1990ern für die Wirtschaftskraft wichtig geworden. So hat Magna 1998 Steyr-Daimler-Puch übernommen und fertigt in Graz die G-Modelle von Mercedes Benz sowie einzelne Autoteile, die weltweit in fast alle Automarken verbaut werden. BMW lässt seine Geländewägen im Werk in Steyr fertigen, genauso wie Fiat an vier Standorten, General Motors immer noch in Aspern und MAN in Liesing. Daneben sind Autozulieferer wie Polytec, Eybl, Voest Alpine motion, FACC oder Epcos als weltweit agierende österreichische Unternehmen höchst erfolgreich.

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