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Was erfüllt Sie? 7 Wege zu mehr Lebensglück

Ein sinnvolles, langfristiges Ziel zu verfolgen und dem eigenen Leben damit einen klaren Sinn zu geben, ist mit vielen Vorteilen verbunden. Untersuchungen legen nahe, dass diese Sinnausrichtung mit besserer Gesundheit, Langlebigkeit und sogar wirtschaftlichem Erfolg verbunden ist. Es fühlt sich gut an, einen Sinn zu haben und zu wissen, dass Sie Ihre Fähigkeiten einsetzen, um anderen auf eine Weise zu helfen, die für Sie wichtig ist.
Aber wie können Sie vorgehen, um Ihren Lebenszweck zu finden, wenn er für Sie nicht offensichtlich ist? Ist es etwas, das Sie im Laufe Ihres Lebens auf natürliche Weise entwickeln? Oder gibt es Schritte, die Sie unternehmen können, um Ihrem Leben mehr Sinn zu stiften?

Wahrscheinlich beides, meint die Forscherin Kendall Bronk, die das Adolescent Moral Development Lab an der Claremont Graduate University leitet. Menschen können auf natürliche Weise einen Sinn finden – oder durch gezielte Übungen und Selbstreflexion. Manchmal reicht es, wenn sie mit jemandem darüber sprechen, was für Sie wichtig ist, dann denken sie bereits gezielter über ihr Leben und dessen Sinn nach, so Bronk.
Bei ihrer Arbeit mit Jugendlichen hat sie festgestellt, dass einige Teenager nach dem Erleben von Schwierigkeiten und Notlagen Sinn finden. So beschließe zum Beispiel ein Kind, das Rassismus erlebt hat, vielleicht später Bürgerrechtler zu werden. Oder jemand, der an einer schweren Krankheit leidet, Medizin zu studieren. Natürlich sind Erfahrungen wie Armut und Krankheit ohne die Hilfe anderer äußerst schwer zu überwinden. Die Untersuchungen von Bronk legen jedoch nahe, dass ein unterstützendes soziales Netzwerk – zum Beispiel fürsorgliche Familienmitglieder, gleichgesinnte Freunde oder Mentoren – den Jugendlichen hilft, die Not als eine Herausforderung neu zu definieren. Das gilt genauso für Erwachsene.
Während Not zu einem Lebenszweck führen kann, finden die meisten Menschen den Sinn ihres Lebens wahrscheinlich mäanderförmiger, so Bronk – nämlich durch eine Kombination aus Bildung, Erfahrung und Selbstreflexion, die oft durch Ermutigung anderer unterstützt wird. Mit den richtigen Werkzeugen kann es aber auch schneller gehen: Die Forscherin und ihre Kollegen haben herausgefunden, dass Übungen, die darauf abzielen, Werte, Interessen und Fähigkeiten aufzudecken und positive Emotionen wie Dankbarkeit zu üben, helfen können, auf den Lebenszweck hinzuweisen.

Im Folgenden haben wir einige der Empfehlungen aufgelistet, die auf Kendall Bronks Forschung basieren.

1. Identifizieren Sie die Dinge, die Ihnen wichtig sind
Ziel ist es, Ihre Fähigkeiten einzusetzen, um auf eine für Sie bedeutsame Weise zum Allgemeinwohl beizutragen. Daher ist es ein essentieller erster Schritt, herauszufinden, was für Sie wichtig ist.
Zunächst baten Bronk und ihr Team Jugendliche, über die Welt um sie herum nachzudenken – über ihr Zuhause, Gemeinschaften, die Welt im Allgemeinen – und sich vorzustellen, was sie tun würden, wenn sie einen Zauberstab hätten und alles ändern könnten, was sie ändern wollten (und warum). Danach konnten sie diese Überlegungen nutzen, um konkretere Schritte zu definieren, die die Jugendlichen befolgen könnten, um die Welt ein wenig näher an dieses Ideal heranzuführen.
Ein ähnlicher Prozess wird für ältere Erwachsene von Jim Emerman von Encore.org empfohlen, einer Organisation, die Senioren hilft, einen neuen Lebenszweck zu finden. Anstatt sich eine ideale zukünftige Welt vorzustellen, schlägt er vor, sich drei Fragen zu stellen:

  • Worin sind Sie gut?
  • Was haben Sie gelernt und getan, das Ihnen eine Fähigkeit gegeben hat, die für einen guten Zweck eingesetzt werden kann?
  • Was ist Ihnen in Ihren Beziehungen, in Ihrer Gemeinschaft wichtig?

Indem ältere Erwachsene über diese Fragen nachdenken, können sie Wege finden, wie sie ihre Fähigkeiten und Interessen für einen guten Zweck einsetzen können.

2. Überlegen Sie, was Ihnen am Wichtigsten ist
Manchmal kann es schwierig sein, ein oder zwei Dinge herauszufinden, die für Sie am wichtigsten sind, da es oft so viel gibt, das uns am Herzen liegt. Wenn Sie jedoch verstehen, was Sie am meisten schätzen, können Sie Ihren Lebenszweck auf etwas Überschaubares beschränken, das auch wirklich mit Ihnen in Resonanz tritt. Hier finden Sie einen Online-Selbsttest zur Ermittlung der persönlichen Werte.
Sobald Sie sich über Ihre tiefsten Werte im Klaren sind und Sie diese nach Priorität gereiht haben, empfiehlt Bronk, sich zu fragen:

  • Was sagen diese Werte über Sie als Person aus?
  • Wie beeinflussen diese Werte Ihr tägliches Leben?
  • Wie könnten diese Werte im Zusammenhang mit dem stehen, was Sie mit dem Rest Ihres Lebens machen wollen?

3. Identifizieren Sie Ihre Stärken und Talente
Wir alle haben Stärken und Fähigkeiten, die wir im Laufe unseres Lebens entwickelt haben und die dazu beitragen, unsere einzigartigen Persönlichkeiten zu bilden. Einige von uns sind sich jedoch möglicherweise nicht sicher, was sie zu bieten haben. Hier finden Sie einen Online-Selbsttest zur Ermittlung Ihrer Persönlichkeitsstärken. Wenn Sie Ihre persönlichen Stärken identifiziert haben, denken Sie darüber nach, wie Sie ihre Stärken auf etwas anwenden können, das Ihnen besonders wichtig ist.
Es kann aber auch hilfreich sein, andere – Freunde, Familie, Kollegen, Mentoren – um Feedback zu bitten. An ihr Umfeld können Sie Fragen wie zum Beispiel die Folgenden stellen:

  • Was denkst du, was ich besonders gut kann?
  • Was denkst du, was ich wirklich genieße?
  • Wie denkst du, werde ich meine Spuren in der Welt hinterlassen?

Menschen, die Sie gut kennen, können möglicherweise Dinge in Ihnen sehen, die Sie in sich selbst nicht erkennen, was Sie in unerwartete Richtungen weisen kann. Auf der anderen Seite besteht keine Notwendigkeit, sich übermäßig auf dieses Feedback zu verlassen, wenn diese Außenperspektive sich für Sie nicht richtig anfühlt. Input zu erhalten ist nützlich, wenn es Ihre Stärken verdeutlicht – nicht, wenn es von der Basis abweicht.

4. Probieren Sie eine ehrenamtliche Tätigkeit aus
Das Finden eines Lebenszwecks beinhaltet mehr als nur Selbstreflexion. Laut Bronk geht es auch darum, neue Dinge auszuprobieren und zu sehen, wie Sie durch diese Aktivitäten Ihre Fähigkeiten einsetzen können, um Selbstwirksamkeit zu erfahren. Wenn Sie sich freiwillig in einer Gemeinschaftsorganisation engagieren, die sich auf etwas konzentriert, das Sie interessiert, können Sie Erfahrungen sammeln und gleichzeitig Gutes tun.
Die Zusammenarbeit mit einer Organisation, die anderen dient, kann Sie mit Menschen in Kontakt bringen, die Ihre Leidenschaften teilen und Sie inspirieren. Tatsächlich ist es einfacher, mit der Unterstützung anderer einen Lebenszweck zu finden und aufrechtzuerhalten – denn ein Freiwilligen-Netzwerk kann Ihnen Chancen aufzeigen und sie in eine Gemeinschaft einbeziehen, die Ihr Anliegen teilt. Freiwilligenarbeit hat den zusätzlichen Vorteil, dass sie für einige Menschen unsere Gesundheit und Langlebigkeit verbessert.
Allerdings führen nicht alle freiwilligen Aktivitäten zu mehr Sinnstiftung. „Manchmal kann Freiwilligenarbeit abstumpfend sein“, warnt Anne Colby, Forscherin an der Stanford University. „Es muss gewinnend sein. Sie müssen das Gefühl haben, etwas zu erreichen.“ Wenn Sie etwas finden, das gut zu Ihnen passt und sich die Freiwilligenarbeit „richtig“ für Sie anfühlt – dann ist dieser Einsatz nicht erschöpfend, sondern belebend.

5. Stellen Sie sich Ihr bestmögliches Selbst vor
Diese Übung ist besonders nützlich in Verbindung mit der oben beschriebenen Zauberstabübung. So wurden die Jugendlichen gebeten, sich im Alter von 40 Jahren vorzustellen und ob alles so gut gelaufen wäre, wie es in ihrem Leben hätte sein können. Dann beantworteten sie Fragen wie:

  • Was machen Sie (in 40 Jahren)?
  • Was ist Ihnen wichtig?
  • Was ist Ihnen wirklich wichtig und warum?

Der Warum-Teil ist besonders wichtig, weil sich die Zwecke normalerweise aus unseren Gründen für die Fürsorge ergeben, sagt Bronk.
Natürlich können diejenigen von uns, die etwas älter sind, diese Fragen immer noch wertvoll finden. Laut Bronk möchten ältere Leute jedoch lieber zurückdenken als nach vorne schauen. Sie schlägt vor, dass wir darüber nachdenken, was wir schon immer machen wollten, aber vielleicht aufgrund anderer Verpflichtungen (wie Kindererziehung oder Karriere) nicht konnten. Das zu identifizieren, was Sie wirklich für sich und die Welt wollen, kann Ihnen dabei helfen, es zu erreichen. So richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Menschen und Erfahrungen, die Ihnen dabei helfen können, dorthin zu gelangen.

6. Kultivieren Sie positive Emotionen wie Dankbarkeit und Ehrfurcht
Um einen Lebenszweck zu finden, hilft es, positive Emotionen wie Ehrfurcht und Dankbarkeit zu fördern. Das liegt daran, dass jede dieser Emotionen mit dem Wohlbefinden, der Fürsorge für andere und der Suche nach einem Sinn im Leben verbunden ist. Das alles hilft uns, uns darauf zu konzentrieren, wie wir zur Welt beitragen können und Selbstwirksamkeit zu erfahren.
In ihrer Studie mit Jugendlichen stellte Bronk fest, dass das Üben von Dankbarkeit besonders hilfreich zur Sinnausrichtung war. Das Nachdenken über die Segnungen ihres Lebens führte oft dazu, dass junge Menschen aus diesem erhöhten Bewusstsein heraus der Gemeinschaft wieder zurückgeben wollten – und das auf eine Weise, die ihnen wichtig und für sie sinnstiftend war.
Es gibt viele Möglichkeiten, Ehrfurcht und Dankbarkeit zu kultivieren. Ehrfurcht kann inspiriert werden, indem man lernt, die Schönheit der Natur zu sehen, oder sich an einen inspirierenden Moment erinnert. Dankbarkeit kann geübt werden, indem Sie ein Dankbarkeitstagebuch führen oder einen Dankesbrief an jemanden schreiben, der Ihnen im Leben geholfen hat. Unabhängig davon, welche Werkzeuge Sie verwenden, hat das Fördern von Dankbarkeit und Ehrfurcht den zusätzlichen Vorteil, dass Sie gut für Ihr emotionales Wohlbefinden sind. Und das wiederum gibt Ihnen die Energie und Motivation, die Sie benötigen, um Ihre sinnstiftende Ziele zu erreichen.

7. Orientieren Sie sich an Menschen, die Sie bewundern
Manchmal geben uns die Menschen, die wir im Leben am meisten bewundern, einen Hinweis darauf, wie wir selbst zu einer besseren Welt beitragen wollen. Das Lesen über die Arbeit von Bürgerrechtlern oder Klimaaktivisten kann uns eine Inspiration geben, die als Motivation für das Streben nach dem Wohl der Allgemeinheit dienen kann.
Manchmal kann es jedoch zu einschüchternd sein, sich diese herausragenden Beispiele anzusehen, meint Bronk. In diesem Fall können Sie nach Menschen in ihrem Umfeld suchen. Vielleicht haben Sie einen Freund, der freiwillig Lebensmittel für Obdachlose sammelt, oder einen Kollegen, dessen Arbeit Sie zur Förderung der sozialen Gerechtigkeit inspiriert.
Sie brauchen keinen Ruhm, um Ihren Lebenszweck zu erfüllen. Sie müssen nur auf Ihren inneren Kompass schauen – und kleine Schritte in die Richtung unternehmen, die Ihnen am meisten bedeutet.

 

Quelle: Greater Good Science Center

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