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Warum klopfen wir eigentlich auf Holz?

Um unser Glück nicht zu verschreien und es zu besiegeln, klopfen wir im Alltag auch heute noch gerne nicht nur sprichwörtlich auf Holz. Doch woher kommt diese Redewendung?

Eine der geläufigsten Erklärungen führt uns zu einem vergangenen Brauch im Bergbau zurück. Als die unterirdischen Stollen noch vorwiegend durch Holzstreben und -säulen gesichert wurden, haben die Bergarbeiter vor dem Betreten der Miene auf die hölzernen Stützen geklopft, um deren Beschaffenheit zu überprüfen. Hierbei mussten sich die Mineure auf ihr Gehör verlassen: Klang das Klopfgeräusch hell, so konnten die Arbeiter daraus auf trockenes, stabiles Holz schließen und begaben sich in den Bau – klang es dumpf, wies sie das darauf hin, dass die Konstruktion nicht mehr tragfähig sei und sie den Stollen nicht betreten sollten.
Auch in der Seefahrt gab es diese Sitte: Vor dem Anheuern auf einem Schiff konnte der Matrose auf den Segelmasten klopfen, um Aufgrund dessen Materialzustandes zu entscheiden, ob er Teil der Mannschaft seien wolle.

 

 

Andere Geschichten zur Herkunft dieser Redewendung bringen uns in den spirituellen Bereich. Wer früher über sein Glück sprach, klopfte währenddessen auf Holz, um das Gesagte zu übertönen und somit die vom Neid getriebenen bösen Geister fernzuhalten – besonders einfach ging das deswegen, da die meisten Menschen zu dieser Zeit in Holzhäusern wohnten.
Auch im vorchristlichen Heidentum ging es bei dieser Geste um das Abwenden von Unheil: Durch das Berühren eines Baumes, konnten sich Menschen eines bösen Geistes entledigen. Das hing mit der damaligen Vorstellung zusammen, dass Bäume Götter und Geistern beheimateten. Um sich für deren Wohlwollen zu bedanken, klopften die Menschen auf Holz.
Das Christentum hat sich ebenfalls dieser Symbolik bedient und diese auf das Kreuz Jesus Christus bezogen: Wer auf Holz klopfe, stimme so den Herrgott gütig.

In diesem Sinne klopfen wir jetzt auch noch dreimal auf Holz und wünschen Ihnen alles Glück, das der Frühling zu bieten hat!

 

Bilder: Rebecca Schönbrodt-Rühl/Pixabay, Shutterstock 

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