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Die urbane Oase am Øresund: Stadtportrait Kopenhagen

Die Heimatstadt des berühmten Philosophen Sören Kierkegaard hat das Glück der günstigen Lage. Dänemarks Hauptstadt ist neben dem Flugzeug und dem Landweg auch über eine 8 Kilometer lange Schrägseilbrücke von Schweden aus per Auto, Rad, Zug und zu Fuß zu erreichen. Zusätzlich gibt es trotz der Meereslage am Øresund genug freie Flächen für Stadtentwicklung und Vergrößerung. Schauen wir uns an, was die verantwortlichen Planer aus diesen optimalen Voraussetzungen gemacht haben.

Kopenhagen_Oper

Weltweit macht unter Stadtplanern und Architekten ein neuer Fachbegriff die Runde, der sich „copenhagenize“ nennt. Man versteht darunter die „Kopenhagenisierung“ von Großstädten – also Stadtplanung, die sich nach dem Vorbild der dänischen Hauptstadt richtet. Im Wesentlichen geht es dabei um die Frage, wie eine große Stadt seinen Einwohnern maximale Lebensqualität bieten – und dennoch eine pulsierende Metropole sein kann.
Kopenhagen ist neben Wien eine der lebenswertesten Städte der Welt – und das fußt auf mehreren Säulen:
• ein alter Stadtkern und besondere Moderne Architektur
• nachhaltige, ökologische und natürliche Wohnformen
• weiträumige Parkanlagen und Stadt- bzw. Hausbegrünung
• Platz für Gemeinschaft und dörfliches Zusammenleben
• ein Verkehrskonzept, das Fußgeher und Radfahrer in den Mittelpunkt stellt
• das Ziel, bis zum Jahr 2025 C02-neutral zu werden

Das sind wohl auch die Gründe, warum Kopenhagen 2014 zur Grünen Hauptstadt Europas gekürt wurde.

Kopenhagen_1

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Grünes Leben in der Stadt

Wer sich durch Kopenhagen bewegt, dem fällt sofort auf, dass sich hier der Gegensatz zwischen Stadt und Land aufzulösen scheint. Viele öffentliche Plätze mit wenig Autoverkehr fördern das Zusammenkommen und die Geselligkeit unter freiem Himmel. Die großen Parkplätze befinden sich im
Untergrund, der Autoverkehr wurde entschleunigt, auf eine einzige Spur reduziert und an den Rand der begrünten Boulevards versetzt.
In den neuen Stadtteilen Vesterbro, Østerbro und Nørrebro enstanden und entstehen besonders familienfreundliche Viertel, mit kleineren Wohneinheiten und Gärten. Ziel ist es, den Kindern und Erwachsenen das Landleben auch in der Stadt zu ermöglichen. So werden etwa die enormen Regenmengen gesammelt und als Gießwasser für viele Eigengärten zur Verfügung gestellt. Dadurch können viele Kopenhagener nach den Prinzipien des Urban Gardening von selbstgezogenem Obst und Gemüse leben. Zusätzlicher Effekt: Die verunreinigten Abwassermengen fließen nicht mehr durch die Stadt ins Meer. Das hat dazu geführt, dass nun auch im Hafen bei bester Wasserqualität gebadet werden kann – ein Angebot, das viele Menschen nach einem langen Arbeitstag oder am Wochenende gerne nutzen.

Nachhaltige, ästhetische Architektur

Ganz anders verhält es sich in den Entwicklungs-Stadtteilen Havestad und Ørestadt. Denn hier sind in den letzten Jahren herausragende Zweckbauten entstanden, die in der Architekturwelt ihresgleichen suchen. Etwa das blaue Rundfunk-Konzerthaus, das zylinderförmige Studentenheim Tietgenkolleg oder das vielbeachtete 8-Haus, das angeblich beste Haus der Welt. Mit dem Ziel Menschen zusammenzubringen ist dem Architekturbüro BIG hier

Kopenhabgen_8HausBesonderes gelungen:
Ein Geschäfts,- Büro- und Wohnkomplex, der die Grundform einer 8 hat und pyramidenartig in den Himmel schneidet. Weite, schräge Dachflächen sind begrünt und geben den Blick auf das dahinterliegende Naturschutzgebiet frei – und vom Erdgeschoß bis ganz oben zum Ausblick ist das Gebäude sogar per Fahrrad zu befahren. Einzig die vielen schaulustigen Besucher aus aller Welt trüben das Lebensgefühl der Bewohner. Ein Nachteil, von dem auch die Bewohner des Hundertwasser-Hauses in Wien Geschichten erzählen können.

580.000 Einwohner und 600.000 Räder

Mit ein wesentlicher Grund für die hohe Lebensqualität in Kopenhagen ist das zukunftsweisende Verkehrskonzept, das seit einigen Jahren umgesetzt wird. Und das lautet kurz zusammengefasst: Viel Raum für Fußgeher, sehr viel Raum für Radfahrer und viele autofreie Zonen.
Rund 50 % aller Kopenhagener erledigen ihre täglichen Wege mit dem Fahrrad – und weil manche Radwege sogar überdacht sind, machen sie das auch im Winter, bei Regen und Schnee. Überhaupt ist das Radwegnetz vorbildlich: Die Stadt eröffnete schon 1910 den ersten Radweg – in den letzten 25 Jahren sind an die 500 km Radweg dazugekommen, auf denen täglich über 40.000 Radler unterwegs sind. Im Trend liegen sogenannte Rad-Highways, die besonders breit sind, günstige Ampelschaltungen und Streckenführungen aufweisen und mit Haltegriffen an den Ampelmasten ausgestattet sind – man muss bei Rot also nicht einmal absteigen. In Kopenhagen werden diese Radschnellverbindungen Cykelsuperstier genannt – und sie sollen in den nächsten Jahren auf weitere 500 km ausgebaut werden.

Kpenhagen_Fahrrad
Das Engagement der Stadtverwaltung trägt seine Früchte – so wurde Kopenhagen 2008 zur ersten Bike-City der Welt ge-wählt – eine Auszeichnung, die bisher oft wiedererrungen werden konnte. Kopenhagen hat sich aber auch für die Zukunft hohe Ziele gesteckt: Geplant ist die komplette Klimaneutralität (C02-Neutralität) der Stadt bis 2025.
Wer noch nicht in Kopenhagen war oder vorhat, der Stadt bald einen Besuch abzustatten, sollte sich spätestens dann einen Eindruck davon verschaffen, wie gelungene Stadtplanung die Lebensqualität aller Bewohner erhöhen kann.

 

Kopenhagen-Tipps:

 

Kulinarik in Kopenhagen

Neue nordische Küche zeichnet sich durch Leichtigkeit, Raffinesse, Tradition und den Einsatz regionaler Produkte aus. Federführend war das Restaurant Noma, das mehrere Jahre hindurch zum besten Lokal der Welt gewählt wurde. Hier ein paar empfehlenswerte Restaurants von Kopenhagen im mittleren und gehobeneren Preissegment:

Noma
Strandgade 93
1401 København K
www.noma.dk

Bror
Skt. Peders Stræde 24A
1453 København K
www.restaurantbror.dk

Pony
Vesterbrogade 135
1620 København V
www.ponykbh.dk

Julian
Ny Vestergade 10
1471 København K
www.restaurantjulian.com

Es zahlt sich aber auch aus, durch die Stadt zu schlendern – und sich in eines der vielen gemütlichen und kleinen Straßenrestaurants in der Altstadt zu setzen. Die Preise sind etwas günstiger und die Qualität dennoch gut – zum Beispiel das

Cafe Dyrehaven
Sønder Boulevard 72
1720 København V
www.dyrehavenkbh.dk

Empfehlenswert ist auch das Copenhagen Street Food auf der Papirøen (Papierinsel) – ein Streetfood-Markt mit kleinen Marktwägen, auf dem man kleine Köstlichkeiten probieren kann.

 

 

Was man in Kopenhagen gesehen und erlebt haben muss

Die kleine Meerjungfrau
Langelinie
2100 København Ø
www.mermaidsculpture.dk

Der romantische Hafen – Nyhavn
1051 København K
www.nyhavn.com

Tietgen Studentenwohnheim
Rued Langgaards Vej 10-18 Ørestad Nord
2300 København S
www.tietgenkollegiet.dk

8-Haus
Richard Mortensens Vej
2300 København S
www.8tallet.dk/visitors.html

Offener Stadtraum Superkilen
Nørrebrogade 208
2200 København N
www.superkilen.dk

National-Aquarium
Jacob Fortlingsvej 1
2770 Kastrup
www.denblaaplanet.dk

Eine Fahrt mit dem günstigen Hafenbus-Schiff
www.moviatrafik.dk

Freibad in der Innenstadt
Islands Brygge 7
2300 København S
www.teambade.kk.dk

Königin Louise Brücke
Dronning Louises Bro
1371 København K

Sønder Boulevard
1720 København V

Übrigens: Mit der Copenhagen Card vergünstigen sich viele Eintritte und Fahrgebühren!

 


Günstige, zentral gelegene Hotels

Generalhostel
Adelgade 5-7
1304 København K
www.generatorhostels.com/en/copenhagen/

Wake up Kopenhagen
Carsten Nieburhs Gade 11
1560 København V

Cabinn City
Mitchellsgade 14
1568 København V

und

Cabinn Scandinavia
Vodroffsvej 55
1900 Frederiksberg C
www.cabinn.com

Tagesaktuelle Angebote finden Sie auch über die einschlägigen Buchungsportale im Internet – zum Beispiel trivago.com oder booking.com

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