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Kurz innehalten und anderen Wertschätzung zeigen: ein Dankbarkeitsbrief

Die Vorweihnachtszeit ist angebrochen. Doch während die Vorfreude auf die Feiertage steigt, sind die Wochen davor meistens besonders intensiv und von Stress geprägt. Wer hier bewusst einen Moment innehalten und sich und anderen dabei auch noch ein besonderes Geschenk machen möchte, dem legen wir die Übung „Dankbarkeitsbrief“ nahe: Hier geht es darum, sich einen Moment Zeit zu nehmen, die Dinge, die andere für uns tun bewusst zu machen und anzuerkennen. Das hilft nicht nur wunderbar gegen das Gefühl, sich alleine durch die Welt schlagen zu müssen, sondern auch dabei, seinen Lieben Wertschätzung entgegenzubringen und die Beziehung zu ihnen zu vertiefen.

Bei der Gelegenheit möchten wir Ihnen auch unseren Dank aussprechen, dass Sie mit uns das Zusammenleben gestalten!

Warum Sie es probieren sollten

Dankbarkeit kann die eigene Gesundheit und das eigene Glücksempfinden verbessern. Wer Dankbarkeit ausdrückt, stärkt damit auch seine Beziehungen. Dennoch können Dankesbekundungen manchmal flüchtig und oberflächlich sein. Diese Übung ermutigt Sie, Dankbarkeit in aufmerksamer, bewusster Weise auszudrücken, indem Sie einen Dankesbrief an eine Person schreiben – und im Idealfall übermitteln –, der Sie noch nie richtig gedankt haben.

Warum es funktioniert

Der Brief bekräftigt positive Dinge in Ihrem Leben und erinnert Sie daran, wie andere sich um Sie gekümmert haben – das Leben scheint weniger trostlos und einsam zu sein, wenn sich jemand so für uns interessiert hat. Wenn Sie die Person besuchen, können Sie Ihre Verbindung zu ihr stärken und sich daran erinnern, wie andere Sie als Individuum schätzen.

Wissenschaftliche Belege

Im Rahmen einer Studie haben die Forscher Seligman, Stehen, Park und Peterson im Jahr 2005 fünf Übungen aus dem Bereich der positiven Psychologie auf ihre langfristige Auswirkung auf das menschliche Glücksempfinden untersucht. Dabei kam heraus, dass das Verfassen eines Dankbarkeitsbriefes und dessen persönliche Zustellung den größten positiven Effekt auf das Glücksempfinden der Teilnehmer hatte. Ein halbes Jahr nach dem Besuch war ihr Glück jedoch wieder auf den vorherigen Stand gesunken. Aus diesem Grund schlagen einige Forscher vor, diese Übung etwa alle sechs Wochen durchzuführen.

Eine weitere Untersuchung von Jeffrey Froh aus dem Jahr 2009 ergab, dass Jugendliche, die im Allgemeinen keine positiven Emotionen verspüren, zwei Monate nach so einem Dankbarkeitsbesuch einen signifikanten Anstieg der positiven Emotionen zeigten.

Nachforschungen haben ergeben, dass schon alleine das Schreiben des Briefes Vorteile mit sich bringt, das persönliche Übermitteln und Lesen des Briefes jedoch erheblich mehr positive Auswirkungen auf das Glücksempfinden mit sich bringt.

Dankbarkeitsbrief

Zeitaufwand: Mindestens 15 Minuten für das Schreiben des Briefes und mindestens 30 Minuten für den Besuch.

Und so funktioniert es:

Denken Sie an jemanden, der etwas für Sie getan hat, für das Sie sehr dankbar sind, dem Sie jedoch nie Ihre tiefe Dankbarkeit ausgesprochen haben. Das kann ein(e) Verwandte(r), Partner(in), Freund(in), Lehrer(in) oder Kollege/in sein. Versuchen Sie, jemanden auszuwählen, der noch am Leben ist und den Sie in der kommenden Woche persönlich treffen könnten. Es kann hilfreich sein, eine Person, eine Handlung oder eine Situation auszuwählen, über die Sie eine Weile nicht nachgedacht haben – etwas, das Sie nicht immer direkt vor Augen haben.

Schreiben Sie nun einem dieser Person einen Brief, der von den folgenden Schritten geleitet wird:

  • Schreiben Sie, als würden Sie diese Person direkt ansprechen („Liebe(r) ______“).
  • Sorgen Sie sich nicht um die perfekte Grammatik oder Rechtschreibung.
  • Beschreiben Sie genau, was diese Person getan hat, warum Sie dieser Person dankbar sind und wie sich das Verhalten dieser Person auf Ihr Leben ausgewirkt hat. Versuchen Sie so konkret wie möglich zu sein.
  • Beschreiben Sie, was Sie gerade in Ihrem Leben tun und wie oft Sie sich an ihre/seine Bemühungen erinnern.
  • Versuchen Sie, Ihren Brief auf ungefähr eine Seite zu beschränken (ca. 300 Wörter).

Als nächstes sollten Sie versuchen, Ihren Brief möglichst persönlich zuzustellen, indem Sie die folgenden Schritte ausführen:

  • Planen Sie ein Treffen mit der/m Empfängerin. Teilen Sie dieser Person mit, dass Sie sie oder ihn gerne sehen und etwas Besonderes mitteilen möchten, ohne den genauen Zweck der Zusammenkunft preiszugeben.
  • Wenn Sie sich treffen, lassen Sie die Person wissen, dass Sie ihr dankbar sind und ihr einen Brief vorlesen möchten, in dem Ihre Dankbarkeit zum Ausdruck gebracht wird. Bitten Sie sie, Sie nicht zu unterbrechen, bis Sie fertig sind.
  • Nehmen Sie sich Zeit, um den Brief zu lesen. Achten Sie beim Lesen sowohl auf die Reaktion Ihres Gegenübers als auch auf Ihre eigene.
  • Nachdem Sie den Brief gelesen haben, nehmen Sie die Reaktion auf und besprechen Sie Ihre Gefühle gemeinsam.
  • Denken Sie daran, den Brief der Person zu geben, wenn Sie gehen.

Wenn Sie aufgrund der physischen Entfernung keinen Besuch abstatten können, können Sie einen Telefon- oder Video-Chat arrangieren.

Quelle: Greater Good Science Center

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