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48° 19′ 23“ N  – ein Streifzug zum nördlichsten Punkt von Wien

Der Norden von Wien hat nicht nur den Wienerwald, die Hausberge und die Donau zu bieten. Hier trifft die Natur auf dörfliche Strukturen – und Industriestandorte verschmelzen mit neuen Stadtentwicklungsgebieten. Was gibt es Interessantes zu entdecken und welche Orte sind einen Besuch wert? Begleiten Sie FAIRliving auf einen Streifzug durch Währing, Döbling und die Brigittenau nach Floridsdorf und an den nördlichsten Punkt von Wien.

Kirche, Wochenmarkt, Bäcker und ein paar Wirtshäuser rundherum – in der Währinger Kutschkergasse befindet man sich mitten in der Stadt und kann sich trotzdem wie im Dorf fühlen. Speziell der Kutschkermarkt hat in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt und bietet kulinarische Köstlichkeiten aus der Region und der ganzen Welt.
Ein paar Meter weiter nördlich wurde vor einiger Zeit der naturbelassene Sternwartepark der Universität Wien für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht – zumindest tagsüber unter der Woche. An den anderen Tagen bleibt immerhin noch der nahe Türkenschanzpark mit seinem Lokal, der Mayerei, das seit über 100 Jahren hungrige Spaziergänger anlockt.

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Hoch hinaus im Wienerwald

Durch den Türkenschanzpark verläuft die Grenze zum 19. Bezirk, der ab hier schon weniger dicht besiedelt ist und gegen den Wienerwald hin ansteigt. Der Cobenzl, am Fuße des Latisberges, war bis vor Kurzem noch ein beliebtes, aber etwas verschlafenes Ausflugsziel. Anfang der 90er Jahre hat die Gemeinde Wien begonnen, das alte Weingut Cobenzl zu sanieren und modernisieren. Jetzt ist es ein weinbaulicher Vorzeigebetrieb mit qualitativ hochwertigen Produkten – und lädt zu Presshausführungen und Weinverkostungen ein.
Nicht weit weg befindet sich der höchste Punkt des Bundeslandes Wien, der Hermannskogel – mit 542 Metern. Die darauf erbaute Habsburgwarte, 1888 von Kaiser Franz Joseph I gestiftet, bietet einen wunderbaren Rundumblick und ist von April bis Oktober am Wochenende geöffnet.

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Gerade für Kinder wird es bei der Elisabethwiese, zwischen dem Kahlen- und Leopoldsberg gelegen, interessant. Denn dort befindet sich der beliebte Waldseilpark, in dem sie (und auch ihre Eltern) hoch in den Wipfeln der Bäume klettern lernen und sich im Anseilen, Abseilen und Sichern üben können. Es geht wieder hinunter in die Stadt. Schade, dass 1921 die Zahnradbahn auf den Kahlenberg eingestellt wurde. Aber mit ein bisschen Spürsinn kann man am Weg nach Nussdorf immer noch den einen oder anderen Trassen-Abschnitt erahnen. Den historischen Bahnhof in der Zahnradbahnstraße 8 gibt es immer noch – er beherbergt das Gasthaus Zur Zahnradbahn in der Umkehrschleife der Linie D.

 

 

Stadterweiterung am Frachtenbahnhof und in Floridsdorf

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Apropos Bahnhof: Der Nordwestbahnhof – zwischen Donau und Donaukanal gelegen und bisher als Frachtenbahnhof genutzt – ist eines der großen Stadterweiterungsgebiete im Norden von Wien. Bis 2025 ensteht hier ein komplett neuer Stadtteil mit Wohnungen, Geschäften, Bildungs- und Kultureinrichtungen. Die Lage ist günstig, denn die nahe Donau bietet gute Gelegenheiten zur Erholung und sportlichen Betätigung.
Genauso wie der Augarten, der neben den barocken Gartenanlagen und der neu errichteten Gastronomie (Bunkerei und Café Restaurant Augarten) auch den Ausstellungsraum Thyssen-Bornemisza Art Contemporary beherbergt – und durch sein breites Angebot zu einem echten Hotspot der Stadt geworden ist. Außerdem ist das Gebiet verkehrstechnisch gut erschlossen – und bis in die Innenstadt ist es nur ein Katzensprung.

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Aber auch auf der anderen Seite der Donau – in Floridsdorf – wird in Sachen Stadtentwicklung geplant. So soll auf dem ehemaligen Areal von Simmering Graz Pauker, vis-à-vis von Siemens, ein großes Innovations- und Technologiezentrum entstehen. Gleich gegenüber liegt das alte Gaswerk Leopoldau, dessen Nachnutzung als Theater oder Sporthalle geplant ist. Ein anderer Komplex des 1912 erbauten Gaswerkes soll als Kommunikations- und Schulungszentrum oder Bibliothek und Museum die Umgebung beleben und aufwerten.

 

 

Am nördlichsten Punkt von Wien

Von der Leopoldau ist es nicht mehr weit bis nach Stammersdorf, dem nördlichsten Stadtteil von Wien. Der alte Weinort fügt sich idyllisch in die sanften Ausläufer des Bisamberges ein – und bei einem Spaziergang durch die Stammersdorferstraße, mit ihren typischen Winzerhäusern, bekommt man einen guten Eindruck, wie früher wohl das dörfliche Leben weit abseits der Stadt abgelaufen sein muss.

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Die Stammersdorferstraße ein paar Meter durch die Weingärten Richtung Hagenbrunn, ist tatsächlich der nördlichste Punkt von Wien erreicht. Hier ragt das Stadtgebiet von Wien für wenige Quadratmeter in den Wald des Bisamberges hinein. Vorbei am ehemaligen Standplatz der zwei Radio-Mittelwellen-Sender Bisamberg, sie wurden 2010 spektakulär gesprengt, führt die Grenze zu Niederösterreich wieder hinunter in Richtung Donau. Der letzte Blick gilt hier dem sogenannten Donaudurchstich, wo sich die Donau durch die Jahrtausende eindrucksvoll zwischen Kahlen- und Bisamberg in ihr jetziges Flussbett hineingearbeitet hat und von Norden kommend Wien in zwei Hälften teilt.

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