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Die Geschichte des Heizens

Das Grundprinzip von Wärmeerzeugung und deren Verteilung im Wohnbereich ist schon aus frühgeschichtlichen Höhlenbehausungen bekannt. In den letzten hunderttausend Jahren haben wir unsere Heizung eigentlich nur mehr verfeinert – zugegeben auf ein sehr hohes Niveau! Zeit für ein paar erwärmende Fakten zu der Geschichte der Heiztechnik.

kamin1Es kann gut sein, dass die Geschichte des Heizens mit einem Donnerwetter begonnen hat. Denn zuerst mussten wir Menschen überhaupt erst erfahren, dass Feuer die Quelle von Wärme ist. Ein Blitz, ein Waldbrand mit seinen Folgen genügt, um diese Lektion zu lernen. Und weiters musste der Mensch lernen, das Feuer in den Griff zu bekommen – es zu einem Werkzeug zu machen. Wie hält man Glut am Leben, um neues Feuer damit zu entfachen? Und wie schlägt man mit Steinen Funken, um Feuer überhaupt selbst zu erzeugen?

 

Lagerfeuer und Grubenheizung

Nachdem der Homo sapiens sich in der Ur- und Frühzeit diese Basis erarbeitet hatte, ging es nun in der Folge um die Verfeinerung der Heiztechnik. In den Höhlen unserer Vorfahren wurde Wärme durch offene Feuerstellen bzw. Lagerfeuer erzeugt. Neben der hohen Brandgefahr entstand auch viel Ruß und Schmutz – und überdies war es sofort wieder kalt, sobald das Feuer ausging. Die erste echte Heizung war das sogenannte Grubenfeuer, das man in Gruben vor der Behausung anzündete – und dessen Wärme durch Erdschächte ins Innere geleitet wurde. Ein kluges Prinzip, das von den Griechen und später speziell von den Römern zur ersten Fußbodenheizung weiterentwickelt wurde.

 

Vom Hypokaustum zum Kamin

Beim sogenannten römischen Hypokaustum, das übersetzt „darunter verbrennen“ bedeutet, wurde in großen, zentralen Heizöfen Wärme erzeugt. Die warme Abluft – später auch Warmwasser – gelangte durch ein Rohrsystem unter dem Fußboden in die Wohnbereiche. So konnten auch große Villen und Badeanstalten dauerhaft beheizt werden. Ab dem 8. Jahrhundert wanderte in Europa die Feuerstelle von der Mitte des Raumes an den Rand, versehen mit einem Abzug durch das Dach – die ersten Kaminheizungen waren erfunden. Sie wurden mit Holz beheizt und speicherten Wärme nur sehr schlecht. Daraus resultierend wurden enorme Holzmengen benötigt und der halbe Kontinent entwaldet. Erst der Einsatz von gut wärmespeichernden Materialien wie Stein und Gusseisen sowie Torf und Kohle als Brennmaterial machte den Kamin einigermaßen effizient und sparsamer.

 

Öl- und Gasanlagen und energieeffizientes Heizen

Erst um 1920 gelang es, Etagen-Heizungen, die über einen zentralen Kessel versorgt wurden, zu installieren. Durch Öl- und Gas-Verbrennung wurde Wasser erhitzt und in Rohrleitungen zum Heizkörper transportiert. Eine Technik, die wir alle kennen, die aber spätestens seit der Energiekrise der 1970er Jahre an ihre Grenzen gekommen ist. Heute geht der Trend zu modernen Wärmeheizpumpen, Brennwertheizungen, Tiefenwärme- Anlagen, Solarenergie und Niedrig Energie-Häusern. Durch ein intelligentes Zusammenspiel dieser Technologien lässt sich Wärme punktgenau, genau nach Bedarf erzeugen und regeln – und dabei ist nur ein Bruchteil des Ressourcenverbrauchs vergangener Epochen notwendig.

 

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