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120 bewegte Jahre:
Zum Geburtstag des Riesenrades im Wiener Prater

Seit 1897 dreht sich – abgesehen von kurzen Unterbrechungen – das Riesenrad im Wiener Prater. In seiner 120-jährigen Geschichte hat es viel erlebt: den 1. und 2. Weltkrieg, Zerstörung, Wiederaufbau, Besitzerwechsel, Umbauten und viele verschiedene Arten der Nutzung seiner Waggons. Heuer erlebt es einen wahrlich runden Geburtstag – und es dreht sich weiter und weiter und weiter.

Ob Amerikaner, Japaner, Italiener, Deutsche, Besucher aus den Bundesländern oder Wiener – wer das Riesenrad am Vorplatz des Wurstelpraters besucht, dem fällt zuerst auf, dass nur in der Hälfte der vorgesehenen Aufhängungen Waggons montiert sind. Diese Eigenart ist den Kriegsschäden von 1945 geschuldet. Sie waren so enorm, dass man sich nach dem 2. Weltkrieg entschloss, nur mehr 15 statt wie ursprünglich 30 Waggons durch die Wiener Luft drehen zu lassen. Und damit sind wir schon voll in der bewegten Geschichte des Wiener Wahrzeichens, Tourismus-Hot-Spots und Besuchermagnets.


Ein teurer Spaß mit einem ersten abrupten Ende

Der englische Techniker Walter Basset hatte Ende des 19. Jahrhunderts weltweit schon mehrere Panorama-Räder errichtet – unter anderem in Chicago und London.
Innerhalb eines Jahres ließ er 1896 nun auch in Wien eines der beliebten Riesenräder entstehen. Es wurde am 3. Juli 1897 anlässlich des 50. Thronjubiläums von Kaiser Franz Joseph I. offiziell und feierlich eröffnet. Allerdings war der Fahrpreis der 64,75 Meter hohen Prater-Attraktion so hoch, dass sich nur wenige Betuchte die viereinhalb Minuten Netto-Fahrzeit einer ganzen Runde leisten konnten.
Im Laufe des ersten Weltkrieges wurde Walter Basset enteignet und das Riesenrad zur Versteigerung ausgeschrieben. Ein Prager Kaufmann erstand das Rad und wollte es abreißen lassen. Allein die hohen Abrisskosten ließen ihn davon abkommen und er verpachtete es.


Zerstörung, Wiederaufbau und Weltruhm

1938 wurde das Riesenrad arisiert und unter Denkmalschutz gestellt, kurz bevor es im Bombenhagel schwer zerstört wurde und 1944 nahezu komplett ausbrannte.
Nach dem Weltkrieg entschloss man sich zur Restitution an die gesetzlichen Erben. Diese ließen es wieder aufbauen und tauschten 1957 zum Anlass des 60. Geburtstages alte Waggons gegen neue aus – beließen es aber bei der Anzahl von 15 Fahrkabinen, da die Auslastung nicht besonders gut war.
Zeitgleich allerdings entwickelte sich das Riesenrad immer mehr zum Wahrzeichen von Wien – und damit zu einem beliebten Ausflugsziel. Grund dafür waren auch einige Filmprojekte, die auf die beeindruckende Optik des Rades nicht verzichten wollten – und es so weit über die Grenzen Österreichs hinaus berühmt machten. Der bekannteste Film ist wohl „Der dritte Mann“, in dem der Regisseur Orson Welles eine gefährlich-spektakuläre Verfolgungsjagd in der Metall-Konstruktion des Riesenrades abdrehen ließ. „Der Dritte Mann“ war auch Grund dafür, dass das Riesenrad auf die Liste der Schätze der europäischen Filmkultur gesetzt wurde.

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Vom Wahrzeichen zur Themeninsel im Prater

Im Zuge der Umgestaltung des Prater-Vorplatzes hat auch das Riesenrad eine komplett neue Ausrichtung erhalten und ist in ein neues Zeitalter getreten. Das sogenannte „Panorama“, ein Gebäudekomplex, der sich ab 2002 rund um den Eingang zum Rad entwickelt hat, beherbergt in acht historischen Waggons ein Wien- und Prater-Museum. Daneben befinden sich Cafes, Restaurants, die Ticketkabinen und ein ausladender Riesenrad-Shop mit allerlei Mitbringsel und Souvenirs.
2016 hat man begonnen, die 15 Waggons auszutauschen und gegen solche zu ersetzen, die nach den Originalplänen von 1896 gebaut werden.
Und auch bezüglich Verwendung der Waggons hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Die 15 Fahrkabinen werden nicht nur als Aussichtskabinen genutzt. Alternative – und auch gewinnbringende – Nutzungen machen das Riesenrad heute zu einem ganz besonderen Ort. Hoch über Wien können in der 430 Tonnen schweren Stahlkonstruktion Business-Meetings abgehalten werden, Gourmet Menüs genossen werden – man kann in den Kabinen sogar heiraten oder auch nur einen Kaffee trinken oder an der Bar einen Drink nehmen – immer begleitet von einem atemberaubenden Blick über den Prater, den Wienerwald und die Stadt.
Alles Gute zum Geburtstag – und auf weitere 120 aufregende Jahre!

 

Für weitere Infos und Buchungen:
Riesenrad
Prater, 1020 Wien
www.wienerriesenrad.com

Telefon: +43 1 729 54 30

E-Mail: info@nullwienerriesenrad.com

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